Tipps für das Bewerbungsgespräch

>> Vorbereitung auf das Bewerbungsgespräch

>> DO'S and DONT'S im Bewerbungsgespräch

>> Beliebte Fragen im Bewerbungsgespräch

>> Nachbereitung des Bewerbungsgesprächs

Vorbereitung auf das Bewerbungsgespräch

Herzlichen Glückwunsch! Du wurdest zum Bewerbungsgespräch eingeladen, das zeigt, dass du ein qualifizierter Kandidat für die Stelle bist und das Unternehmen dich persönlich kennenlernen möchte. Du musst jetzt nur noch beweisen, dass du der oder die Richtige für diese Position bist und das Gespräch meistern.

Ablauf eines Bewerbungsgesprächs

Die meisten Bewerbungsgespräche folgen einem bestimmten Prozess, der fast immer gleich abläuft. Zuerst startet man mit Smalltalk. Hier wird häufig über das Wetter gesprochen oder du wirst gefragt, wie die Anreise war. Danach folgt eine Kennenlernphase, in der sich der Recruiter selbst und auch das Unternehmen vorstellt. Es kann auch passieren, dass du mehr als einen Gesprächspartner hast, daher solltest du dann auch immer darauf achten, beiden gleichviel Aufmerksamkeit zu schenken. In der Selbstpräsentationsphase wirst du dann über dich sprechen und dich vorstellen dürfen. Danach wird der Recruiter sehr wahrscheinlich noch Fragen stellen, die sich auf die Position und deine Fähigkeiten beziehen. Darauffolgend, kannst dann natürlich auch du deine Fragen stellen und zum Abschluss kommt die Verabschiedung. In der auch meistens die weiteren Schritte besprochen werden.

1. Website durchstöbern

Da du jetzt weißt, wie ein Bewerbungsgespräch abläuft, solltest du dich gut auf jede Phase vorbereiten. Ein guter Anfang ist immer, sich auf der Website des Unternehmens umzusehen und ein Paar Eckdaten aufzuschreiben. Wann wurde das Unternehmen gegründet und von wem? Was ist die Hauptaufgabe des Unternehmens und in welchen Märken sind sie tätig. Das uns vieles mehr solltest du aus der Website herauslesen können. Es wird dir beim Bewerbungsgespräch behilflich sein und vielleicht kannst du da ja schon eine Frage finden, die du gerne stellen würdest. Denn es ist sehr komisch, wenn du keine Fragen stellst. Das wirkt sehr uninteressiert und macht einen schlechten Eindruck.

2. Social-Media-Kanäle durchforsten

Facebook, Twitter, Instagram und Co. können dir eine sehr große Hilfe bei der Informationssuche sein. Hier findest du oftmals die neuesten Aktivitäten des Unternehmens, was dir beim Bewerbungsgespräch sehr behilflich sein kann. Du zeigst dadurch, dass du dich schlau gemacht hast und über vergangene Events zum Beispiel Bescheid weißt.

3. Initiative zeigen

Du hast dich für den Bereich Online Marketing beworben? Dann solltest du dir diesen Bereich besonders gut ansehen. Am besten wäre hier zum Beispiel, wenn du dir den Web-Auftritt des Unternehmens ansiehst und dir schon Gedanken über Verbesserungen machst. Dabei solltest du natürlich nicht unbedingt sagen, dass etwas schlecht läuft, sondern vielmehr Verbesserungsvorschläge geben. Dadurch zeigst du, dass du etwas von dem Bereich verstehst und wirklich interessiert daran bist, das Unternehmen voranzutreiben.

4. Selbstbewusstsein ausstrahlen

Du weißt, was du kannst und solltest dich auf keinen Fall bescheiden geben. Sei selbstbewusst und steh zu deinen Stärken und Schwächen. Diese machen dich aus und haben dich dorthin geführt, wo du jetzt bist. Achte darauf, nicht ständig zu sagen „Ich weiß nicht“ oder „Das hätte ich vielleicht noch besser machen können“. Sei stolz auf deine bisherigen Leistungen und zeig ihnen, was du so draufhast. Achtung: Zu viel Selbstbewusstsein, kann auch negative Auswirkungen haben.

Wenn du diese Tipps im Hinterkopf behältst und dich gut auf dein Bewerbungsgespräch vorbereitest, sollte eigentlich nichts mehr schiefgehen. Dennoch gibt es typische Fragen im Bewerbungsgesprächs, auf die du dich auf vorbereiten kannst oder DO’S and DONT’S, die du auf jeden Fall noch beachten solltest.

DO'S and DONT'S im Bewerbungsgespräch

Es gibt einige DO’S and DONT’S die du im Hinterkopf behalten solltest, wenn du zum Bewerbungsgespräch gehst. Dabei ist immer am aller wichtigsten, dass du von Anfang an ehrlich und du selbst bist. Es gibt nichts Schlimmeres, wie wenn man beim Lügen erwischt wird. Falls du zum Beispiel angegeben hast, dass du Spanisch fließend sprichst, kann es leicht passieren, dass dir im Bewerbungsgespräch einige Fragen auch auf Spanisch gestellt werden. Wenn du dann nicht antworten kannst, hast du dich selbst in eine sehr unangenehme Situation gebracht. Vermeide solche Peinlichkeiten lieber, indem du ehrlich bist. Wenn du dann noch folgende DO’S and DONT’S beachtest, kann nichts mehr schiefgehen.

DO's im Bewerbungsgespräch

  1. Kurzer, fester und sicherer Händedruck zu Begrüßung macht einen guten Eindruck. Pass auf, dass deine Hände nicht zu schwitzig sind!
  2. Lächeln nicht vergessen. Das wird sich auch positiv auf deine Stimmung auswirken und du wirst weniger nervös sein.
  3. Arme auf keinen Fall vor der Brust verschränken und gerade sitzen.
  4. Langsam und deutlich sprechen. Natürlich auch nicht zu langsam aber wenn man nervös ist, tendiert ma eher dazu, zu schnell zu sprechen.
  5. Aussagen wie „Äääähm, das weiß ich nicht“ vermeiden und lieber etwas länger nachdenken und dann antworten.
  6. Immer dein Gegenüber ausreden lassen und aktiv zuhören.
  7. Blickkontakt regelmäßig aufsuchen und bei mehreren Gesprächspartnern beide gleich oft ansehen.
  8. Telefon unbedingt ausschalten oder auf stumm halten, denn einen Vibrationsalarm kann mach auch gut hören.

DONT's im Bewerbungsgespräch

  1. Kaugummi kauen oder telefonieren.
  2. Eine negative Einstellung vorweisen oder pessimistisch eingestellt sein.
  3. Zu lockerer Umgang kann unprofessionell wirken und ein schlechtes Bild von dir geben. Auch wenn das vielleicht deine zukünftigen Kollegen sind, kann ein zu lockerer Umgang abschreckend sein.
  4. Lügen und sich arrogant verhalten.
  5. Zu viel reden und keine Pausen machen. Das kann mit der Zeit ganz schön anstrengend werden. Außerdem wirkt das sehr unhöflich, wenn du dein Gegenüber nicht zu Wort kommen lässt.

Nachdem du alle DO’S and DONT’S, die während des Bewerbungsgesprächs beachtet werden sollten, jetzt kennst, ist es an der Zeit dich auf typische Fragen im Bewerbungsgesprächs vorzubereiten.

Beliebte Fragen im Bewerbungsgespräch

Jeder von uns kennt sie: Die typischen Bewerbungsgespräch Fragen. Trotzdem tun sich die meisten schwer mit ihnen, deshalb haben wir hier auch die wichtigsten Fragen, die im Bewerbungsgespräch oft gefragt werden, zusammengefasst. Fragen wie „Was sind ihre Stärken und Schwächen“ oder „Erzählen Sie uns etwas von sich“ sind solch typische Fragen, auf die man sich im Vorfeld gut vorbereiten kann. Jedoch kann es auch passieren, dass die ein oder andere Frage auftaucht, auf die man sich nicht vorbereitet hat. Solch Überraschungsfragen oder auch Stressfragen, sollen einen aus der Bahn werfen. Somit überprüft man das Stressverhalten eines Kandidaten. Damit du gut auf dein Bewerbungsgespräch vorbereitet bist, solltest du dir gute Antworten zu folgenden Fragen überlegen.

Frage 1: Erzählen Sie uns etwas über sich!

Diese Frage solltest du nicht zu sehr ausformulieren. Das heißt, du solltest nur die wichtigsten Schritte in deinem bisherigen Leben erwähnen und nicht ewig lang herumreden. Beginne einfach mit deiner aktuellen Situation – was du beruflich machst bzw. studierst – und gehe dann etwas in die Vergangenheit und erzähle von beruflichen oder schulischen Ereignissen, die relevant für die Stelle sind. Zu guter Letzt solltest du auch einen Ausblick auf deine Zukunft geben und sagen, wo du gerne beruflich hin möchtest.

Fragen 2: Was sind Ihre Stärken und Schwächen?

Diese Frage ist besonders beliebt unter den Recruitern. Sie kommt fast immer vor und ist eigentlich sehr schwierig zu beantworten. Vor allem bei den Schwächen tut man sich häufig schwer mit der Antwort. Was natürlich logisch ist, denn wer möchte schon seine Schwächen zugeben. Hierbei ist der Trick ganz klar: Nenne immer eine Schwäche, die nicht unmittelbar die Stelle beeinträchtigt. Wenn du dich zum Beispiel für eine Stelle als VerwaltungsassistentIn bewirbst, wird dir keiner Übel nehmen, wenn du sagst, dass du vor großem Publikum nicht reden kannst. Diese Schwäche würde dich ja nicht in deiner Arbeit behindern und ist somit etwas, das du in dieser Situation sagen könntest. Achtung: Nenne lieber nicht als Schwäche, dass du Perfektionistisch bist. Diese Eigenschaft wurde schon so oft genannt und wird schon mit negativen Gefühlen bei Recruitern verbunden.

Frage 3: Warum möchten Sie ausgerechnet in unserem Unternehmen arbeiten?

Hier kommt dein Einsatz, wenn du dich gut auf das Bewerbungsgespräch vorbereitet hast und einige Infos über das Unternehmen eingeholt hast. Das ist die Gelegenheit, um zu zeigen, wie weit dein Interesse geht und was du schon alles weißt. Zum Beispiel kannst du erwähnen wie toll du die Spendenaktion gefunden hast, die sie vor zwei Monaten gestartet haben, findest. Oder erzähle von deiner Begeisterung von einem bestimmten Bereich, den das Unternehmen gut ausübt. Wenn du dich etwas schlau gemacht hast, wird dir bei dieser Frage sicher so einiges einfallen. Sag auf keinen Fall, dass du eigentlich nicht weißt, wieso du dich beworben hast bzw. auch nicht, dass du es einfach mal versuchen wolltest. Wenn du schon zum Bewerbungsgespräch eingeladen wurdest, solltest du diese Chance auch wirklich ernstnehmen und dich um die Stelle bemühen.

Frage 4: Warum sollten wir uns für Sie entscheiden?

Wenn du dir die Stellenanzeige genau durchgelesen hast, sollte diese Frage nicht schwer zu beantworten sein. Nimm dir ein paar Anforderungen heraus und sag, wieso du diese Anforderung erfüllst und gib konkrete Beispiele an. Wenn zum Beispiel nach einer Führungsposition gesucht wird, kannst du sagen, bei welchen diversen Projekten und Jobs du FührungsleiterIn warst und welche Eigenschaften dich dabei ausgezeichnet haben.

Frage 5: Wie sieht Ihr ideales Arbeitsumfeld aus bzw. Wie stellen Sie sich Ihren Arbeitsplatz vor?

Diese Frage kann ganz schön knifflig sein, wenn es sich nämlich um ein Großraum Büro handelt, in dem alle zusammenarbeiten, kommt es gut, wenn du sagst, dass du ein Teamplayer bist. Aber genau so kann es auch sein, dass es darum geht, dass du viel eigenverantwortlich arbeiten musst und daher vielleicht sogar besser ist, wenn du lieber selbstständig arbeitest. Hier solltest du aber auch wieder ehrlich sein und einfach sagen, wie du lieber arbeitest. Bist du eher gerne in einem belebten Umfeld oder bevorzugst du es in Ruhe zu arbeiten. Sag einfach das, was auf dich zutrifft und mach dir hierbei lieber nicht so viele Gedanken darüber, was richtig und was falsch sein könnte.

Frage 6: Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wenn du noch studierst, ist das hier sicher eine schwierige Frage für dich. Außer du hast schon genaue Vorstellungen davon, wo du in fünf Jahren sein wirst. Meistens weiß man das noch nicht so genau, daher kann diese Frage einen manchmal etwas aus der Bahn werfen. Am besten ist, wenn du dich auch bei dieser Frage auf das Unternehmen beziehst. Sag so etwas wie: „In fünf Jahren möchte ich mir diese und jene Fähigkeiten angeeignet haben, da mich der Bereich XY sehr interessiert und ich meine zukünftige Karriere in diesem Feld sehe. Daher wäre auch Ihre Stelle ideal für mich, ich würde diese Kenntnisse hier erwerben können und mein Wissen im Bereich XY optimal erweitern.“

Frage 7: Warum haben Sie aufgehört für Ihren damaligen Arbeitgeber zu arbeiten?

Wenn du einen vorherigen Job hattest und diesen nicht mehr ausübst, solltest du einen guten Grund vorzeigen können, wieso du dort nicht mehr arbeitest. Studenten haben meistens noch nicht so viel Berufserfahrung aber trotzdem könnte es sein, dass man einen vorherigen Job aufgegeben hat und nun einen neuen sucht. Am besten ist natürlich immer, wenn man sagen kann: „Mein vorheriger Job hat mir sehr gut gefallen, war aber nicht in dem Bereich, in dem ich meine Zukunft sehe. Ich interessiere mich sehr für den Bereich XY und möchte dementsprechend nun auch Erfahrungen sammeln, um später als Managerin arbeiten zu können.“ Wenn dein vorheriger Job im gleichen Bereich wie der jetzige liegt, solltest du einen Grund angeben wie: „Aufgrund des langen Arbeitsweges und der unregelmäßigen Arbeitszeiten, war es mir leider nicht mehr möglich dort zu arbeiten, da es sich auch nicht mehr mit meinem Studium vereinbaren lies.“

Nachdem alle Fragen von seitens des Unternehmens gestellt wurden, kommst du an die Reihe. Stelle am besten nicht gleich die Frage über das Gehalt, außer es wird vom Unternehmen angesprochen. Frag lieber etwas über das Arbeitsklima oder die Kollegen und zeig Interesse an der Stelle, indem du auch Fragen zu deinen Aufgaben stellst. Danach werden meistens noch die weiteren Schritte besprochen und du erfährst, wann du mit einer Antwort rechnen kannst bzw. ob es noch weitere Bewerbungsschritte gibt.

Du hast auch das Bewerbungsgespräch gemeistert und glaubst du bist jetzt fertig? Dann lies dir lieber unsere Tipps zur Nachbereitung deines Bewerbungsgesprächs durch und triff letzte Vorbereitungen.

Nachbereitung des Bewerbungsgesprächs

In einigen Ländern ist es üblich, eine Nachricht an den Recruiter zu senden, nachdem das Bewerbungsgespräch zu Ende ist. In Österreich ist das eher unüblich, daher solltest du das Unternehmen nach dem Bewerbungsgespräch nicht gleich kontaktieren. Du solltest warten, bis sich das Unternehmen zum vereinbarten Zeitpunkt meldet. Die einzigen Gründe, weshalb du dich früher dort wieder melden kannst sind: Entweder du hast eine sehr wichtige Frage, die unbedingt noch geklärt werden muss oder wenn du einen Tag nach der vereinbarten Zeit noch keine Rückmeldung erhalten hast.

Wenn du eine Zusage bekommen hast

Du hast eine Zusage erhalten? Gratulation! Dann sind nur noch folgende Schritte zu beachten, damit du deinen neuen Job auch wirklich starten kannst:

  1. Ein Vertrag sollte von beiden Seiten unbedingt unterzeichnet werden.
  2. Auch wenn du die Stelle schon bekommen hast, solltest du noch auf einer professionellen uns seriösen Art und Weise mit dem Recruiter umgehen.
  3. Poste nicht gleich auf Sozialen Medien, dass du den Job bekommen hast. Wenn der Vertrag noch nicht unterzeichnet ist und das einen schlechten Eindruck beim Unternehmen macht, könnte es auch schlechte Nachfolgen haben.

Wenn du noch Zeit zum Nachdenken brauchst, sollte du den Zeitraum, bis wann du Bescheid geben musst, mit deinem Recruiter vereinbaren. Meistens bekommt man drei bis vier Tage Zeit, um darüber nachzudenken. Das kann aber von Unternehmen zu Unternehmen unterschiedlich sein, daher solltest du dich auch so schnell du kannst, entscheiden, ansonsten verlieren sie womöglich das Interesse und entscheiden sich doch für jemand anderen.

Wenn du eine Absage bekommen hast

Wirklich Schade! Anscheinend hat ein anderer Kandidat die Anforderungen noch besser erfüllt als du. Vielleicht hast du ja während des Bewerbungsgespräches schon mitbekommen, dass die Stelle nichts für dich ist und das haben die Recruiter auch gespürt. Der beste Weg um es zu verdauen ist, es positiv zu sehen. Du hast etwas daraus gelernt und kannst dich auf das nächste Bewerbungsgespräch besser vorbereiten. Oder die Stelle war wirklich nichts für dich und du willst dich eigentlich ja sowieso für was anderes Bewerben. So oder so ist es eine tolle Übung gewesen, aus der du mit Sicherheit etwas mitnehmen konntest.

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