Vom Profi: Die 5 Goldenen Regeln für deinen Lebenslauf

By Karin L. on 11-04-2016 0 Kommentare | 604 Views

Die 5 Goldenen Regeln eines erfolgreichen Lebenslaufs

Dein Lebenslauf ist der wichtigste Teil deiner schriftlichen Bewerbung. Ihn sieht sich ein Rekruiter als Allererstes an. Erst wenn dein Lebenslauf zu den Anforderungen der offenen Stelle passt, werden auch die anderen Bewerbungsunterlagen durchgelesen. Diese 5 Goldenen Regeln musst du unbedingt beachten, wenn du mit deinem Lebenslauf Erfolg haben willst!

Regel Nr. 1: Schreibe kurz und prägnant, aber lückenlos!
Ein Lebenslauf darf maximal 2-3 Seiten lang sein. Dabei sollte die Beschreibung der einzelnen Jobs nur 3-5 Punkte umfassen. Konzentriere dich auf das Wesentliche: Was waren meine 3 Hauptaufgaben in diesem Job? (Im Zweifelsfall nennst du natürlich jene Aufgaben, die für die ausgeschriebene Stelle relevant sind.)
Trotzdem müssen alle wichtigen Infos in den Lebenslauf hinein. Du darfst keine Lücken im Lebenslauf haben, z.B. wegen Arbeitslosigkeit. Das würde dem Rekruiter sofort negativ auffallen.

Regel Nr. 2: Gestalte deinen Lebenslauf übersichtlich!

Rekruiter haben nicht viel Zeit, sich deinen Lebenslauf anzusehen. Im Durchschnitt sind es sogar nur 20-30 Sekunden! Tu dir also selbst einen Gefallen und hilf ihnen dabei, durch eine übersichtliche Darstellung die wichtigsten Informationen aus deinem Lebenslauf schnell zu erfassen.
Gruppiere die zusammengehörenden Teile des Lebenslaufs und gib den einzelnen Abschnitten passende Überschriften (Berufserfahrung, Schulische Ausbildung, Qualifikationen, Kenntnisse, etc.). Gehe dabei umgekehrt chronologisch vor, dh. nenne die aktuellsten Daten zuerst, denn diese sind die relevantesten: Studium vor Schule, aktuelle Jobs vor älteren Jobs, usw. Verwende Aufzählungszeichen und Fettdruck, um die Übersichtlichkeit zu verbessern und wichtige Informationen herauszustreichen.

Regel Nr. 3: Nenne nur relevante Infos!
Konzentriere dich auf solche Informationen, die für die ausgeschriebene Stelle oder für die Betonung deiner Qualifikationen relevant sind. Wenn du noch nicht viel Berufserfahrung vorweisen kannst, dann schreib eher zu viel hinein als zu wenig.
Welche Jobs hattest du in den letzten Jahren? Hast du neben deinem Studium gearbeitet? Nebenjobs, Praktika oder Ferialjobs gehören natürlich auch dazu. Hast du schon an Schul- oder Uniprojekten mitgearbeitet, die relevant sein könnten? Wie lautet das Thema deiner Diplomarbeit oder Master Thesis? Welche Hauptfächer hast du in deinem Studium? Hast du Hobbys, die etwas über deine Fähigkeiten oder dein soziales Engagement aussagen?
Was du aber getrost aus dem Lebenslauf streichen kannst, sind dein Volksschulabschluss sowie deine Eltern und Geschwister. Das interessiert keinen mehr.

Regel Nr. 4: Verwende ein professionelles Foto!
Am besten lässt du dir deine Bewerbungsfotos von einem Profifotografen machen. Das kostet zwar etwas Geld, aber der Unterschied zu einem selbstgemachten Foto ist für den Rekruiter klar erkennbar. AUF KEINEN FALL darfst du Selfies verwenden, oder Fotos von einem privaten Anlass (Urlaub, Geburtstagsfeier, etc.). Wenn du dir keine Profifotos leisten kannst oder willst, dann stell dich vor einen neutralen weißen Hintergrund und lass dich fotografieren.
Die Kleidung auf dem Foto sollte wie für ein Vorstellungsgespräch sein, aber trotzdem solltest du dich darin wohlfühlen. Nimm verschiedene Outfits zum Fotografen mit, dann kann er vor Ort beurteilen, was auf dem Foto gut rüberkommt und was nicht. Außerdem kannst du dann auch verschiedene Fotos für deine Bewerbungen verwenden: Für die Bewerbung bei einer Bank oder Steuerberatungskanzlei muss deine Kleidung formal-elegant sein, für die Bewerbung in einer Werbeagentur oder in einer EDV-Firma kann das Outfit auch legerer sein.
Noch ein Wort zum Bewerbungsfoto: Es gibt zurzeit diesen Trend zur „politisch korrekten“ Bewerbung, bei der kein Bewerbungsfoto mehr mitgeschickt wird. Dadurch soll vermieden werden, dass du als Bewerber aufgrund deines Aussehens diskriminiert wirst. Der Gedanke dahinter ist durchaus lobenswert. Allerdings erleichtert es das Bewerben meiner Ansicht nach nicht. Ein Rekruiter will sich immer ein möglichst vollständiges Bild von dir als Bewerber machen. Ein Foto rundet dieses innere Bild ab. Wenn du kein Foto bei der Bewerbung beilegst, macht das einen Rekruiter eher misstrauisch, was wiederum deine Chancen auf ein Vorstellungsgespräch verringert.

Regel Nr. 5: Der Lebenslauf muss fehlerfrei sein!
Bitte kontrolliere wirklich, ob dein Lebenslauf keine Rechtschreibfehler enthält! Das gilt natürlich für alle deine Bewerbungsunterlagen (Motivationsschreiben, E-Mail Text, usw.) Sicherheitshalber bitte noch eine zweite Person, deine Unterlagen korrekturzulesen. Mach auch einen Quercheck, ob die Datumsangaben in deinem Lebenslauf mit jenen in deinen Dienst- oder Ausbildungszeugnissen übereinstimmen.

Doch Vorsicht bei internationale Jobs! Bewerbungen auf Englisch haben ihre eigenen Eigenheiten und es gibt Formalitäten, die sich vom deutschen Lebenslauf unterscheiden.


 

Karin Leitmüller ist Bewerbungsberaterin und eine Spezialistin, wenn es um das Thema Bewerbungen geht. Auf Ihrer Website findet ihr noch viele weitere Tipps und Tricks rund ums Bewerben.

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