Karriere im Ausland: 5 Tipps für englische Bewerbungen!

Von Christian S. am 15-02-2016
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Karriere im Ausland: 5 Tipps für englische Bewerbungen!


Das eigene Englisch verbessern, den Lebenslauf mit einer internationalen Station aufpeppen oder einfach nur weg vom alten Trott: Es gibt viele gute Gründe für einen Job im Ausland!
Doch wenn es dann darum geht, die Bewerbung auf Englisch zu schreiben, rückt der Traumjob im Ausland oftmals in weite Ferne. Denn auch Bewerber mit „guten“ Sprachkenntnissen scheitern häufig an gängigen Formulierungen und Feinheiten, die dann eben doch nur ein Muttersprachler so richtig beherrscht.
Wir haben 5 Tipps von richtigen Bewerbungsprofis für euch, die ihr bei eurer englischen Bewerbung unbedingt berücksichtigen solltet – sonst erntet man vom Personalchef zwar Gelächter, aber keine Einladung zum Bewerbungsgespräch.


1. Achtung: Nicht übersetzen!

„Ich habe doch noch meine deutschen Unterlagen, kann ich das nicht einfach übersetzen?“ Hier muss man ganz klar sagen: Nein, das geht nicht! Englische Bewerbungen sind nicht nur anders strukturiert, eine reine Übersetzung wird oft auch aus anderen Gründen ziemlich knifflig: „Word-by-word“ Übersetzungen, ob per Hand oder durch ein Übersetzungsprogramm, liefern meistens grammatikalische Missverständnisse, aber kaum brauchbare Ergebnisse für eine ernsthafte Bewerbung! Wenn man beispielsweise die Schulnoten aus dem Zeugnis ganz schnell übersetzen will und „notes“ statt der richtigen Übersetzung „marks“ in den Lebenslauf schreibt, könnte sich der Personalchef fragen, was es mit den guten Notizen in der Schule auf sich hatte. Es könnte zum Beispiel auch Verwirrung aufkommen, wenn man schreibt, dass man den Abschluss im „gymnasium“, also in der Turnhalle erworben haben. Die richtige Übersetzung des Gymnasiums lautet im Englischen „grammar school“.


2. Auf die korrekte Anrede achten!

Am Anfang des Bewerbungsanschreibens steht die Anrede. Während man im Deutschen mit „Sehr geehrte Frau Müller“ so gut wie nie falsch liegen kann, gibt es für ungeübte Schreiber bereits zu Beginn einige Fettnäpfchen bei der weiblichen Anrede: Mrs., Ms. oder doch die ausgeschriebene Variante Miss? Im Englischen ist, abhängig vom Familienstand der Ansprechpartnerin, eine unterschiedliche Anrede richtig. Da diese aber oft nicht bekannt ist, wird meist das unverfängliche „Ms.“ benutzt. Damit liegt man bei einem weiblichen Ansprechpartner nie falsch. Für die männliche Anrede bleibt es auch im Englischen einfach mit: „Sir“.


3. Nicht mit dem Wörterbuch übertreiben!

Berufsspezifische Fachworte sind sowohl in deutschen, als auch in englischen Bewerbungen üblich und zeigen natürlich auch ein vorhandenes Fachwissen in diesem Bereich. Aber auch in beiden Sprachen gilt: Nicht übertreiben! Gerade wenn man kein Muttersprachler ist, neigt man dazu, das Wörterbuch zu sehr zu strapazieren. Wenn ihr euch unsicher seid, setzt lieber auf eine einfache, dafür aber fachlich korrekte Sprache. Natürlich möchte man den potenziellen Chef auch mit den hervorragenden Englischkenntnissen beeindrucken. Der Personaler ist allerdings über eine bodenständige, dafür aber richtig benutzte Sprache glücklicher, als über mit Fachwörtern ausgeschmückte Bewerbung, die in der englischen Alltagssprache kaum verwendet werden und die Bewerbung seltsam erscheinen lässt. Keep it simple – keep it correct.


4. Landesspezifisches Know-How ist unverzichtbar!

„Bewerbungen, ob Englisch oder Deutsch, haben immer dieselbe Struktur und da kann man nichts falsch machen“. Glaubt man gern –ist es aber leider nicht! In den USA herrschen ganz andere Vorgaben, wie eine Bewerbung auszusehen hat, als beispielsweise in Österreich oder Großbritannien. Im amerikanischen Lebenslauf werden Qualifikationen und Fachkenntnisse beispielsweise deutlich detaillierter aufgezählt. Dafür wird oft eine kurze Zusammenfassung („summary“) der Erfahrungen vor die eigentliche Auflistung der Stationen gesetzt, sodass der Personaler einen Überblick über den Bewerber erhält, bevor er sich durch den langen Lebenslauf kämpft.


5. Auf deutsche Eigenarten aufpassen!

Die deutsche Sprache hat viele Eigenarten, die es im Englischen so nicht gibt: Beispielsweise Umlaute (ä, ö und ü) und Sonderzeichen wie das „scharfe S“ („ß“). Wenn man eine englische Bewerbung rausschickt, sollte man immer daran denken, dass man – im besten Fall – ja auch eine Antwort erhält: Wenn der Name oder die Anschrift Zeichen enthalten, die im Englischen nicht geläufig sind, sollte man immer daran denken, dass Personaler Probleme damit haben könnten, diese Sonderzeichen oder Sonderbuchstaben auf der englischen Tastatur zu finden. Eine kleine Änderung genügt, aus „ä“ beispielsweise wird einfach „ae“ oder aus dem scharfen „ß“ wird „sz“.


Fazit

Eine englische Bewerbung ist für viele Jobs ein „Must-Have“ und gewinnt immer mehr an Bedeutung und Relevanz, die Ausführung ist aber oft schwerer als gedacht! Wer Hilfe benötigt, kann sich zum Beispiel bei richtiggutbewerben.de professionelle Tipps von englischen Muttersprachlern holen. Es ist auch ratsam, sich Vorlagen von Freunden oder Bekannten zu organisieren, die bereits eine englische Bewerbung verfasst haben. Mit diesen Tipps und ein wenig Vertrauen in euch selbst steht einer perfekten Bewerbung auf internationale Stellen nichts mehr im Wege. Viel Glück!

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