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zeitmanagement

 

Studium, Arbeit, Freizeit – ist es möglich das alles unter einen Hut zu bringen? Ja, sagen Experten. Das Zauberwort heißt Zeitmanagement.

Einen Teilzeit- oder Vollzeit-Job mit dem Studium zu vereinbaren, entpuppt sich schnell als Herausforderung, vor allem ohne dem richtigen Zeitmanagement.  Außerdem will man nebenbei noch genügend Zeit für Familie und Freunde, sowie für sich selbst finden möchte. Doch als „Working Student“ befindet man sich durchaus in guter Gesellschaft: 61 Prozent der Studierenden in Österreich arbeiten. Das stellte die Studierenden-Sozialerhebung im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Forschung fest. Trotz des Schuftens ist der Durchschnitts-Studi chronisch knapp bei Kasse: die Hälfte der Studierenden muss mit weniger als 1.000 Euro monatlich auskommen. Es gilt im Studium also, sich alle Ressourcen gut einzuteilen. Die wichtigste Ressource ist dabei die Zeit. Die akademischen Expertinnen und Experten von ACAD WRITE haben Zeitmanagement-Tipps für Working Students gesammelt, die bei der Koordination von Job und Studium helfen und das Stresslevel reduzieren sollen.

Zeitmanagement: Die Basics

Hunderte, wenn nicht tausende Sachbücher setzen sich mit dem Thema Zeitmanagement auseinander und bieten unterschiedliche „Geheimrezepte“ an, um die Zeiteinteilung im Alltag mit Erfolg zu bewältigen. Eines haben sie alle gemeinsam: das Ziel, die Ressource Zeit effizient zu nutzen. Im Grunde genommen ist es egal, wie genau man sich dem Thema Zeitmanagement nähert – um sich die Zeit strukturiert einzuteilen, bedarf es vier grundlegender Schritte:
1. Übersicht über alle Aufgaben verschaffen
2. Prioritäten identifizieren
3. Tages- und Wochenpläne erstellen (und einhalten!)
4. Ablenkungen vermeiden

Dabei kommt es nicht darauf an, ob man die Vorbereitungszeit für eine Prüfung managen möchte oder nach einem Weg sucht, den Alltag zwischen Beruf und Studium besser zu koordinieren. Die oben genannten vier Schritte sind Ausgangspunkt von jedem soliden Zeitmanagement. Was das Studium betrifft, muss der Zeitplan üblicherweise zumindest einmal pro Semester adjustiert werden, weil sich die Lehrveranstaltungszeiten und damit der Tages- bzw. Wochenablauf verändern.

Zeitmanagement im Studium

Gerade für arbeitende Studierende ist es wichtig, auf die Arbeitslast für das Semester vorbereitet zu sein. Vor allem am Anfang des Studiums ist es oft schwierig, den Arbeitsaufwand, der mit einer Lehrveranstaltung verbunden ist, richtig einzuschätzen. Während es beispielsweise bei so mancher Vorlesung durchaus genügen kann, sich vor der Prüfung das Skript ein paarmal durchzulesen, ist etwa bei Seminaren die Anwesenheit und Mitarbeit der Studierenden gefragt. Außerdem sollen Hausübungen, Präsentationen und Seminararbeiten geschrieben werden. Belegt man zu viele Seminare in einem Semester, wächst einem die Arbeitslast schnell über den Kopf. Belegt man ausschließlich Vorlesungen, kann es passieren, dass man sich während des Semesters unterfordert fühlt, dann aber plötzlich mit einer ganzen Reihe Prüfungen zur selben Zeit konfrontiert ist. Hier gilt es die richtige Balance zwischen wöchentlichen Aufgaben, wie Hausarbeiten und Präsentationen,  Semester-Aufgaben,  wie dem Schreiben von Seminararbeiten und der Prüfungsvorbereitung, zu finden.

Welcher Job ist der richtige?

Hinsichtlich Zeitmanagement gilt beim Studentenjob: je flexibler die Zeiteinteilung, desto besser. Doch nur wenige Studierende haben die Gelegenheit, bei freier Zeiteinteilung ein ordentliches Einkommen zu erwirtschaften – verbreiteter sind Jobs im Service oder eben in dem Bereich, in dem man nach dem Studium Fuß fassen möchte. Das wichtigste ist, dass man den Nebenjob mit dem Ablauf des Semesters arrangieren kann. Der Arbeitgebende muss bereit sein, den Schicht- und Dienstplan so flexibel zu gestalten, dass man die Lehrveranstaltungen besuchen kann. Eine Alternative bietet Arbeit an den Wochenenden. Da kommt es selten zu Überschneidungen mit den Vorlesungen und in vielen Branchen werden sogar höhere Stundenlöhne gezahlt. Auch Nachtarbeit ist eine Option, sofern sie sich mit dem eigenen Biorhythmus verbinden lässt und man zu den Lehrveranstaltungen noch genügend Konzentration mitbringt.

Eine andere Möglichkeit ist, in den vorlesungsfreien Zeiten einen Ferialjob zu machen. Beim Zeitmanagement ist aber zu bedenken, dass in dieser Zeit noch andere Aufgaben warten – etwa das Schreiben von Seminararbeiten und die Prüfungsvorbereitung.

Die Lernzeit richtig einteilen

Was das Planen der Lernzeit betrifft, so legen Studien nahe, dass man nicht mehr als sechs Stunden täglich effizient lernen kann. Voraussetzung sind regelmäßige Pausen, in denen sich das Gehirn erholt. Um effizient zu lernen, sollte man in etwa alle eineinhalb Stunden für 30 Minuten pausieren. Besonders wichtig ist eine Pause nach den Mahlzeiten. Weiters sollte man beachten, welchem Lerntyp man zuzuordnen ist.

Die Lerntage müssen gut ein- und aufgeteilt werden, damit sie sich mit der Arbeit koordinieren lassen. Wann ist Zeit für einen reinen Lerntag? An welchen Tagen muss die Zeit im Job mit Lernzeit vereinbart werden? Um diese Fragen zu beantworten, ist es nötig, sich frühzeitig einen Überblick über den Lernaufwand zu verschaffen. So lässt sich das tägliche Pensum für die freien Lerntage abschätzen. Ist das Tagespensum erledigt, ist es an der Zeit, sich bewusst eine Auszeit zu nehmen.

Freizeit und Erholung nicht vernachlässigen

Neben Job und Uni gibt es natürlich noch viele weitere Aufgaben, die man nicht vernachlässigen sollte: Freizeit, Gesundheit, Familie usw. – auch diese Prioritäten müssen beim Zeitmanagement beachtet werden. Wenn die doppelte Belastung durch Arbeit und Studium droht zu viel zu werden, sollte man sich nicht scheuen, nach Hilfe zu fragen. Im Studium kann beispielsweise ein akademischer Coach dabei helfen, den Uni-Alltag mit Entspannung zu meistern.

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