Das Pareto-Prinzip: effizientes Lernen und Arbeiten

Von StudentJob am 11-10-2017
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Studenten aufgepasst! Folgende Information könnte eure Sicht auf das Lernen und Arbeiten verändern :-) 

Das Pareto-Prinzip besagt, dass mit nur 20% des Aufwandes 80% des Gesamterfolges erzielt werden können und die restlichen 20% der Ergebnisse mit 80% den meisten Aufwand benötigen. Deswegen ist dies umgangssprachlich besser bekannt als „80/20 Regel“. Dieses Prinzip wurde nach dem italienischen Ökonomen Vilfredo Pareto benannt, der 1896 aufgezeigt hat, wie in Italien 80% des Landes im Besitz von nur 20% der Bevölkerung waren. Diese Theorie kann aber auch auf unzählige weitere Situationen umgelegt werden und kann als hilfreiches Mittel verwendet werden, um seine Zeit besser zu nutzen. Denn grundsätzlich besagt sie einfach, dass in vielen Fällen mit einem Bruchteil des Einsatzes ein Großteil des Erfolges herausgeholt werden kann.

Pareto Prinzip für effizientes Lernen und Arbeiten


Und was bedeutet das nun für dich als Student oder Young Professional?

Wir Studenten kennen die Problematik nur zu gut: die nächste Prüfung steht vor der Tür und wir müssen unter Zeitdruck den gesamten Stoff in unser überfordertes Gehirn packen. Nebenbei wollen sich genau in dieser Zeit alle Freunde auf einen Kaffee oder Drink in der Stadt treffen, ordentlich feiern gehen oder durchs Einkaufszentrum schlendern. Schaffst du es einmal, dich an deinen Lerntisch zu setzen, vibriert dein Telefon gefühlte 100 Mal und du brauchst für das Lesen einer Seite zwei Stunden, weil du jetzt natürlich noch schnell etwas kochen musst. Ablenkung ist jedes Studenten Feind. Wenn du dir aber im Klaren darüber wirst, wie wichtig es ist, am Anfang konzentriert an das Lernen heranzugehen, dann änderst du vielleicht deine hinauszögernde Art.

Wenn du also im Prüfungsstress steckst, dann konzentriere dich zuerst einmal darauf, einen Überblick über das große Ganze zu bekommen – denn die wichtigen 20% des Aufwandes können somit als das Fundament verstanden werden. Das Fundament, auf dem alles Weitere basiert – wenn du die Grundlagen eines Faches nicht verstehst, wie sollst du dann den Rest lernen? Nimm dir also zu aller Anfang dafür Zeit, das „Gitter“ der Materie zu verstehen und dann kannst du ins Detail gehen. Kleiner Tipp: Wenn du dein Handy in einen anderen Raum legst, immer wieder kleine aber sinnvolle Pausen einschiebst und dir für später, sozusagen als Belohnung, etwas mit Freunden ausmachst, dann kannst du viel produktiver lernen!

Auch für das Lernen von Sprachen kann das Pareto-Prinzip angewandt werden. Angeblich kann man mit nur 20% der existierenden Vokabeln 80% aller Situationen in einer Fremdsprache meistern. Denn ebenso wie beim Beispiel Lernen für eine Prüfung, ist auch eine Sprache so aufgebaut, dass die im Alltag verwendeten Vokabeln sich immer wieder wiederholen und es erst bei den fachspezifischen Vokabeln so richtig knifflig wird, sprich viel mehr Aufwand für weniger Erfolg.     

Und auch in der Arbeitswelt kann die 80/20 Regel bedacht werden. Am Beispiel einer To Do Liste kannst du somit von zehn anfallenden Aufgaben erst einmal die zwei wichtigsten erledigen, weil sie Priorität sind. Wenn du immer zuerst das Wichtigste aufarbeitest und dann langsam aber sicher deine Liste abarbeitest, wirst du erfolgreicher und weniger verwirrt arbeiten. Und auch im Bezug auf Kunden ist das Pareto-Prinzip anwendbar, denn 20% der Kunden generieren 80% des Umsatzes, weshalb es Sinn macht, sich auf diesen Kundenkreis zu konzentrieren, anstatt den kleineren Kunden zu viel Zeit und Aufmerksamkeit zu schenken.

Dieses Prinzip ist natürlich nur eine Daumenregel, die man nicht für alles übernehmen kann und auch nicht präzise ist. Jedoch ist sie an sich sehr hilfreich und Augen öffnend, da es dir so womöglich leichter fällt, Prioritäten zu setzen und du nicht den Überblick verlierst, was wirklich wichtig ist! 

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