Warum Uni besser ist als Schule

By Salome J. on 19-07-2016 0 Kommentare | 556 Views

Gründe warum Uni so viel besser ist als Schule

Es soll Menschen geben, die ihre Schulzeit zu einer ihrer besten Jahre zählen.
Eine Tatsache, die ich als Student nur schwer nachvollziehen kann.
Denn obwohl auch ich meine Jahre an der Schule in nicht allzu schlechter Erinnerung habe (oder zumindest vieles Negative erfolgreich verdrängt habe), hat das Studentendasein diverse Vorzüge mit denen die Schule nicht mithalten kann.

Hier also ein paar Gründe warum wir Studenten uns glücklich schätzen können, endlich Studenten zu sein nicht mehr die Schulbank drücken zu müssen.


Endlich lernen, was uns interessiert
Zu Schulzeiten werden wir gedrillt, uns so viel Allgemeines und Breitgefächertes Wissen wie nur möglich anzueignen.
Von Algebra und Kunstgeschichte bis zum selbst gehäkelten Hacky-Sack in textilem Werken - die Schule versucht jeden Themenbereich optimal abzudecken, doch nicht immer zur Freude aller Schüler.
Doch speziell in der Schule hat man viele davon, obwohl sie unter dem Vorwand getarnt sind, essentiell für unser zukünftiges Leben zu sein: verhasste Fächer, für die man absolut keine Sympathie oder Motivation aufbringen kann.
In meinem Fall war das Informatik, das in mir einen emotionalen Tornado aus Verzweiflung, gelegentlichen Wutausbrüchen und absoluter Verständnislosigkeit hervorrief.
Bei vielen meiner Mitschüler beispielsweise war die Disziplin des Strickens und der ewige Kampf mit den Stricknadeln (dessen Gebrauch nicht selten Verletzungen nach sich zog) deren persönliches Kryptonit.
Doch uns alle verband ein und dieselbe Frage: „Wieso zur Hölle muss ich das machen?“
Zugegeben, ein großes Allgemeinwissen zu besitzen hat zwar seine Vorteile, aber im Endeffekt sind wir doch alle heilfroh, dass wir unser Spezialgebiet, das wir uns selbst ausgesucht haben, studieren.



Stundenplan selbst zusammenstellen

Montagmorgen schnell noch zum Yoga bevor es in die Uni geht? – als Schüler undenkbar, für uns Studenten alles im Bereich des Möglichen.
Wir besitzen wir die Freiheit unseren Stundenplan individuell gestalten zu können und uns damit aussuchen, in welchem Semester wir welche Vorlesung besuchen möchten.
Heißt also, dass unser soziales Leben und unsere Freizeitaktivitäten nicht mehr zur Gänze ins Wochenende gepackt werden müssen und wir die Clubs zeitweilig auch unter der Woche stürmen können.


Share and care
Nicht selten findet man in Verbindung mit seinem Studiengang um die 5 Facebook-Gruppen, auf denen jede noch so kleine Prüfungsfrage und Zusammenfassungen ganzer Vorlesungen online gestellt werden.
Die Zeiten, in denen du entweder Geek - oder zumindest mit einem befreundet sein musstest um eine Prüfung gut zu bestehen, sind vorbei.
Das heißt zwar nicht, dass du fortan Lernen aus deinem Alltag streichen kannst, aber Hilfe und Unterstützung ist im Studium meist reichlich vorhanden und immer gern gesehen.


The early bird catches the worm – oder auch nicht.

Früh aufstehen? – Ein Fremdwort für die meisten Studenten.
Nur vage erinnern wir uns an die Tage, an denen wir uns tagtäglich um sieben Uhr morgens aus dem Bett quälten und uns mit noch halb geschlossenen Augen auf den Weg zur Schule machten.
Das ist für Studenten eine Sache der Unvorstellbarkeit.

Generell hält sich die Anzahl der Vorlesungen, die noch vor 10 Uhr in der Früh beginnen, in Grenzen und daher ist es dir endlich erlaubt den Schönheitsschlaf nachzuholen, der dir zu Schulzeiten meist verwehrt blieb. (Und den du nun mit zunehmenden Party-Nächten umso dringender nötig hast.)


Kommen und Gehen wann du willst
Obwohl ich kein Befürworter (aber gelegentlicher Täter) der „ich-gehe-in-keine-Vorlesung-und-lerne-alles-zuhause“- Politik bin, so bin ich nichtsdestotrotz dankbar, dass uns an der Universität endlich die Eigenverantwortung zugestanden wird, selbst entscheiden zu können, ob wir eine Vorlesung nun ganz, halb oder auch gar nicht besuchen möchten.

Denn seien wir mal ehrlich – natürlich wäre die Idealvorstellung, dass jede unserer Vorlesungen so spannend und informativ aufgebaut ist, dass wir uns im wahrsten Sinne des Wortes gar nicht mehr von den Lippen des Dozenten abwenden können.
Die Realität sieht oft anders aus und so ist der frühzeitige Weg aus dem Hörsaal manchmal die einzige Möglichkeit dem Professor unser nicht allzu attraktives, schlafendes Antlitz zu ersparen.


Mehr Leute, mehr Chance du zu sein
Schon im zarten Alter von 6 Jahren werden wir willkürlich in eine Klasse von 30 Gleichaltrigen gesteckt, mit denen wir ein halbes Jahrzehnt verbringen sollen -
später im Gymnasium dann sogar fast ein Ganzes.
Um im Schulalltag gut zu überleben muss man also versuchen unter diesen 30 Mitschülern Verbündete zu finden.
Ein Vorhaben, das sich nicht immer als leicht erweist.
Doch während man als junger Teenager seine Klasse als halbe Welt betrachtet, so wird einem als Student klar, wie lächerlich diese Vorstellung eigentlich war.



Denn abgesehen davon, dass sich an der Universität die Anzahl deiner Kommilitonen verzehnfacht, zählen zu diesen nun auch viele Gleichgesinnte, die deine Passion für ein bestimmtes Fach teilen.
Und wo man zur Schulzeit noch versucht hat „mit den Strom zu schwimmen“ und ja nicht als Sonderling aufzufallen so gibt es keinen besseren Ort, an dem Individualität mehr gefördert und hochgepriesen wird, als an der Universität.

Wenn euch noch andere Sachen einfallen, die das Studium besser macht als die Schule, schreibt sie einfach in die Kommentare ;)

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