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Laura aus Kärnten hat den besten Sommerjob ihres Lebens gemacht und mit AIFS den Sommer als Councellor in einem amerikanischem Sommercamp verbracht. Du bist auch bereit für den Sommer deines Lebens? Mit Camp America kannst du für 9 bis 12 Wochen als Betreuer für Kinder und Jugendliche in ein echtes amerikanisches Sommerferiencamp gehen.

Gemeinsam mit deinen internationalen Co-Betreuern erlebst du eine unvergessliche Zeit in den USA. Ihr wachst als Team zusammen, knüpft Freundschaften fürs Leben und bereitet den Kids ein erlebnisreiches Ferienprogramm voller Action und Spaß. Kurzum: Du sammelst Erfahrungen, die du nie mehr missen möchtest!

Schnell sein! Die Bewerbungsfrist läuft noch bis Ende März 2020.

Doch zunächst einmal zu Lauras Sommer…

“Once an Austrian went yodeling on a mountain so high, when along came an avalanche interrupting her cry …” Verwirrt? War ich auch, als ich dieses Lied zum ersten Mal hörte. Es ist einer von vielen Campsongs aus meinem Sommerjob in den USA. Ich heiße Laura, bin 21 Jahre alt und komme aus Kärnten. Meinen Sommer verbrachte ich im Camp Wabasso in New Hampshire.

Ich habe bereits 2016 ein Farmwork and Travel Programm in Australien gemacht und als nächstes wollte ich mir endlich einmal Amerika anschauen! So entschied ich mich für einen Sommerjob in den USA bzw. Camp America. Die Bewerbung erfolgte Last-Minute im Frühjahr 2019 und kurze Zeit später, saß ich bereits im Flugzeug. Sommerjob here I come!

Holzhütten, Stockbetten & Co.

Als Counsellor schläfst du in einer Hütte mit bis zu 6 anderen Kolleginnen. Diese Hütte befindet sich unmittelbar neben deiner zugeteilten Einheit an Kindern. Man hat bis zu 24 Kinder auf einmal zugeteilt, da kann es schon mal rund gehen. Die Hütten waren einfache Holzhütten mit Stock- oder Einzelbetten. Die Kinder brachten von Zuhause Bettzeug und alles, was sie für ihre Zeit im Camp so benötigten, eigenständig mit. Für die Kinder galt ein absolutes elektronisches Verbot. Es gab für sie auch keine Steckdosen in den Hütten. Unsere Duschen waren richtig urig – wir duschten unter freiem Himmel in Holzkabinen mit Vorhängen. Das war besonders schön, weil man abends unter klaren Sternenhimmel duschen konnte. Bei Regen hingegen, war das dann doch sehr unpraktisch. Unsere Toiletten waren ebenfalls in Holzhütten mit Waschbecken, die aber überdacht waren.

In der Dining Hall gab es im Buffet-Style drei Mal am Tag warme Mahlzeiten. Wir kochten aber auch unter freiem Himmel mit unseren Kindern an Feuerstellen. Was es hier zu essen gab, entschieden die Kinder selbst. Wir hatten im Camp ein Hauptgebäude, in dem es für uns Betreuer WLAN und Computer gab, die wir nutzen konnten. Dort gab es auch einen Raum nur für uns, mit Fernseher und gemütlichen Sofas. Unsere Camp Direktorin und ihre zwei Assistentinnen hatte hier auch ihr Büro. Nebenan war das Haus unserer Krankenschwester, die fast 24/7 da war.

Natur pur

An Abwechslung mangelte es uns auf jeden Fall nicht. In meinem Camp liefen nicht nur wilde Schwarzbären herum, sondern auch Kojoten, Stachelschweine und angeblich eine Elchdame. War man nicht vorsichtig genug, fand man kleine Chipmunks in seiner Hütte, die nach Süßigkeiten suchten.

Mein Tagesablauf

Der Tag startete um 7.00 Uhr. Man weckte die Kinder und meistens dauerte es sehr lange, bis sie fertig angezogen waren. Um 7.45 Uhr wurde pünktlich am Singing Rock – eh klar - gesungen. Dort sang man 15 Minuten lang verschiedene Campsongs. Eine der Einheiten war währenddessen damit beschäftigt die Tische zu decken. Nach dem Essen gingen die Kinder hinaus zum Spielen, während ein paar Counsellor den Abwasch machten. Später fingen die Aktivitäten an. Dazu zählten die verschiedenen Specialist Areas oder auch einfache Aktivitäten und Spiele.

Anschließend traf man sich wieder am Singing Rock und um 12:30 Uhr startete das Mittagessen. Nach dem Essen wurde wieder gesungen und draußen gespielt. Dann ging es weiter mit den geplanten Aktivitäten. Um 17:45 Uhr wurde erneut gesungen und später abendgegessen. Im Anschluss wurde draußen noch gespielt (und natürlich gesungen), bis die Kinder schließlich bettfertig gemacht wurden. Spätestens um 21:00 Uhr sollten alle im Bett sein. Zur Nachtroutine zählten: Einschlaflieder, Highs und Lows des Tages (was einem am besten und wenigstens gefiel) und noch „Hug, Handshake, Highfive“ (die Kinder konnten sich aussuchen, ob sie eine Umarmung, ein Händeschütteln oder einen selbst ausgedachten Handschlag haben wollten). Ihr seht, so ein Sommerjob in den USA kann manchmal etwas anstrengend sein. ;-)

Abreisetag = Tränentag

Am letzten Abend, vor der Abreise der Kinder, hatten wir das sogenannte „Final Campfire“, bei dem wir am Strand ein riesiges Lagerfeuer machten und alle drumherum saßen. Es wurden Lieder gesungen, Geschichten erzählt und jedes Kind bekam eine Perle mit einer bestimmten Farbe. Diese Farbe hatte nach ‚Girl Scout Law‘ eine bestimmte Bedeutung und Ehre zufolge. Dann bekam noch jeder eine Kerze und hatte einen Wunsch frei. Das Ritual war unglaublich schön und man erinnerte sich gemeinsam an die vergangenen Tage, was man erlebte und wen man alles kennenlernte. Meistens sind danach unzählige Tränen geflossen, weil am nächsten Tag alles wieder vorbei war und die Kinder nach Hause fuhren.

Das Leben als Counsellor

Als Counsellor hatte man pro Tag entweder zwei Freistunden, oder man war abends ab 21:00 Uhr freigestellt. Es mussten immer mindestens zwei Counsellor abends bei ihrer Einheit in der Hütte sein, falls die Kinder ein Problem hatten und jemanden zum Reden brauchten. Besonders Heimweh war bei vielen Kindern natürlich ein Thema.

Damit man nicht immer mit derselben Altersgruppe arbeitete, wechselten wir Counsellor regelmäßig die Hütte. Somit arbeiteten wir auch mit anderen Counsellors zusammen. So konnte ich alle genauer kennenlernen und herausfinden, mit welcher Altersklasse ich am besten arbeiten kann. Man hatte so wirklich die Chance, alles einmal auszuprobieren.

Ein unvergesslicher Sommerjob in den USA

Man war für die Kinder eine Art Held, man wurde mit großen Augen angesehen und Ratschläge, Komplimente und Tipps, die man den Kindern gab, wurden aufgesaugt und stolz wiederholt. Hatte man einmal frei, fragten sie sofort, wo man sei und wieso man nicht bei ihnen ist und am letzten Tag wurde immer viel geweint. Die Kinder bauten eine extreme Bindung zu allen im Camp auf.

Abgesehen von einer einzigartigen Zeit, macht sich diese Erfahrung auch super in einem Lebenslauf. Ich sammelte Auslandserfahrung, lernte Verantwortung zu übernehmen und meine Englischkenntnisse haben sich auch enorm verbessert. Es war ein unvergesslicher Sommer für mich; ich kann diese Erfahrung nur jedem empfehlen!

Hast du jetzt auch Lust auf einen tollen Sommerjob bekommen? Hier auf StudentJob wirst du bestimmt etwas passendes finden! 

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