Argentinische Empanadas – vier verrückt leckere Variationen

Von Laura K. am 30-08-2017
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Argentinische Empanadas


Empanadas sind der perfekte Snack für zwischendurch oder, wenn man sie so liebt wie ich, auch ideal als Hauptspeise. Die hübschen Teigtaschen geben auch ordentlich aus und sind sehr einfach und schnell zubereitet. Die Zutaten dafür lassen sich einfach auswechseln und verschieden kombinieren und es gibt auch vegetarische und vegane Optionen. Für dieses Teigrezept habe ich eine argentinische Großmutter um Hilfe gebeten, da Omis es bekanntlich immer am besten wissen. Natürlich verwendet sie für ihre Masse Butter, aber wenn du es deiner Oma nicht weitersagst, kannst du stattdessen natürlich auch Margarine verwenden. Die Namensgebung „Empanadas“ kommt vom spanischen Verb empanar und bedeutet so viel wie in Brot einwickeln. Und das ist eigentlich alles was du machen musst – gewisse Zutaten zusammen mischen und dann in einen Teig einwickeln. Für den Teig kann ich dir die genauen Mengen angeben, aber für den Rest empfehle ich, die Mengen nach Gefühl abzuschätzen, weil es auch immer auf die Größe deiner geformten Empanadas ankommt. Also benötigst du nur ein wenig Fingerspitzengefühl und tadaaa – du bist der Held auf jeder Geburtstagsparty oder sonstigen Events, denn diesen Leckerbissen kann keiner widerstehen! Außerdem ist es unkompliziert sie irgendwohin mitzunehmen, da sie stabil und kompakt sind.

Das Teigrezept:

400gr Mehl
150gr Butter
1 EL Salz
150-200ml Wasser (Tipp: mit Kohlensäure)
bei Bedarf weitere Gewürze

Der Teig ist wirklich im Handumdrehen vorbereitet: Vermische einfach das Mehl mit der warmen Butter (stelle diese schon früh genug aus dem Kühlschrank und lasse sie nicht in der Mikrowelle schmelzen, sonst wird das Ausrollen des Teiges sehr mühsam), bis sie perfekt zusammengemischt sind. Gib dann das Mineralwasser und die Gewürze dazu und knete die Masse ordentlich, bis sie sich nach einem lockeren Teig anfühlt. Den Teig kannst du nun ruhen lassen, während du die Füllung zubereitest. 

Grundzutaten für die Füllung: Für alle folgenden Variationen empfehle ich, zuerst zwei Zwiebeln fein zu hacken und in der Pfanne mit etwas Olivenöl zu dünsten. Danach vermische ich die Zwiebelstückchen mit drei rohen Eiern und gebe Salz und Pfeffer nach Gefühl dazu. Das ist sozusagen die Basis für alles Weitere.        

1. Red, White & Blue          
Wie bin ich wohl auf diese kreative Namensgebung gekommen? Für die erste Füllungsidee schlage ich Schimmelkäse, Walnüsse und Cranberries vor, die du mit der Füllungsbasis vermischst. Je nachdem wie viele verschiedene Sorten du backen willst, kannst du die Menge abschätzen. Da der Schimmelkäse sehr intensiv ist, empfehle ich noch etwas Frischkäse zu dem Ei und den Zwiebeln dazu zu mischen.       

2. Traditional           
Die traditionale Variante beinhaltet Hackfleisch, Tomaten, Rosinen, Paprika, grüne Oliven, Limetten und Chili. Hierbei empfehle ich, das Hackfleisch als erstes zu kochen und dann die restlichen Zutaten auch schon in der Pfanne zu erwärmen; erst das kalte Ei mit den Zwiebeln gebe ich am Schluss dazu.

3. Hawaii        
Diese Variante ist wirklich etwas Besonderes und eher untypisch für Empanadas. Hawaii? Naja, Ananas eben. Kleine Ananasstückchen, gemischt mit scharf angebratenem Hühnerfleisch und asiatischer Süßsauersauce, dazu die Zwiebel-Ei-Mischung. Klingt vielleicht abgefahren, schmeckt aber wirklich lecker zusammen.      
 
4. Pe-Au-Pa  
Und diese Sorte ist mein absoluter Liebling! Pe-Au-Pa steht für Pesto, Aubergine und Parmesan und die grüne Füllung ist ein wahres Geschmackserlebnis. Du bratest die Aubergine in kleinen Stückchen zuerst mit genügend Olivenöl in der Pfanne an und vermischt dies mit viel Pesto und Parmesan zusammen. Hausgemachtes Pesto ist natürlich immer eine gute Idee. Für diese nahrhafte Mischung kannst du auch etwas mehr Ei verwenden, da sie auch recht intensiv ist.

Nun kannst du langsam deinen Ofen auf 200 Grad vorheizen und den Teigroller und eine Tischoberfläche mit Mehl bestäuben. Wenn du alle vier Füllungen probieren möchtest, Teile deinen Teig in Viertel und rolle diese ebenmäßig und so dünn wie möglich aus. Es sollten sich ungefähr 3-4 Stücke pro Sorte ausgehen. Ich steche den Teig wie Plätzchen aus, nur verwende ich eine sehr große Teetasse dafür. Dann gebe ich zwei Esslöffel Füllung hinein, wobei ich einen Zentimeter zum Rand frei lasse, und falte den Teig von oben nach unten zu. Zuerst kannst du die Enden mit den Fingern gut zusammendrücken und dann am besten mit einer Gabel noch ordentlich verschließen, wodurch dieses schöne Muster entsteht. Je nach Geschmack kannst du die ganze Tasche dann noch mit Milch oder Ei bestreichen und ich gebe gerne noch etwas Sesam/Mohn/Oregano/Parmesan darauf. Das sieht gebacken toll aus und schmeckt natürlich auch richtig lecker. Je größer die Empanadas, desto weniger Arbeit. Aber als Snack bieten sich kleinere Teigtaschen natürlich besser an. Viel Erfolg :-)             

Hast du weitere Vorschläge für ausgefallene Sorten? Dann teile sie doch in Form eines Kommentares du lasse uns alle daran Teil haben! 


~ Laura N.
 

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