Warum ein Auslandsaufenthalt fast schon Pflicht ist

Von Valerie A. am 21-06-2016
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Der Sprung ins Ausland – wieso man heutzutage mehr denn je Auslandserfahrungen sammeln sollte

Wir selbst und unser Wissen sind unser größtes Kapital! Vor diesem Hintergrund bedeutet ein Sprung ins Ausland ein Persönlichkeitswachstum und eine Investition in sich selbst. Es wird immer beliebter, Reisen quer durch die Welt zu unternehmen. Allerdings eröffnet sich einem beim einwöchigen Strandurlaub nur ein sehr oberflächlicher Einblick des jeweiligen Landes, da man die meiste Zeit mit faulenzen verbringt und doch lieber ungestört am Strand liegt als sich mit Kultur und den Traditionen des Landes zu beschäftigen. Um einen wirklich tiefen Einblick eines anderen Land kennenzulernen, muss man andere Formen des Auslandsaufenthaltes in Anspruch nehmen:

Zum Beispiel ein Jahr als Au Pair in Amerika, ein paar Monate als Freiwilligenhelfer in Asien oder als Austauschstudent nach Südafrika: Es gibt heutzutage bereits unzählige Möglichkeiten um richtige Auslandserfahrungen zu sammeln. Dabei lernt man, unabhängig von der Form des Auslandsaufenthaltes eine Menge. Das Kennenlernen neuer Kulturen erweitert den Horizont und lässt die eigene Persönlichkeit wachsen.

Selbstreflexion - Die Basis für interkulturelle Kompetenzen: Jeder kennt es: Man trifft einen neuen Menschen, unterhält sich über Hobbies und sofort fallen einem seine eigenen Freizeitaktivitäten ein. Manche Hobbies des Gesprächspartners, findet man vielleicht merkwürdig, andere inspirierend. So ähnlich verhält es sich, wenn man einer neuen Kultur begegnet. Indem man andere Denkweisen, Lebensstile und Traditionen kennenlernt, zieht man Vergleiche zu seinem eigenen Leben und versucht dieses zu reflektieren. Dabei kann man jede Menge Neues für sich selbst entdecken – neue Interessen sowie Ideen entstehen und es gelingt die anderen leichter zu verstehen. Wer beispielsweise einmal das amerikanische Bildungssystem kennengelernt hat, den verwundert es nicht mehr, weshalb sich die Jugendlichen in zahlreichen Organisationen betätigen. Da das Studieren in den USA teuer ist, hoffen viele durch Engagement in Vereinen ein Stipendium an der bevorzugten Universität zu bekommen. Aber auch tiefergehende Einstellungen werden plötzlich erklärbar, weshalb beispielsweise Amerikaner so leidenschaftliche Patrioten und ihre Soldaten Helden sind. Der Einblick in amerikanische Medien, die Gespräche mit den Einwohnern und Besuche bei Veranstaltungen, bei welchen oftmals Sonderplätze Veteranen vorbehalten sind, versprechen während einem Auslandsaufenthalt in den USA Aufklärung.

Zeitgleich erinnert man sich an die eigene Kindheit, seine Erziehung, an die österreichischen Medien und den Schul-/Uni-Unterricht. Der eigene Horizont erweitert sich und durch den Perspektivenwechsel erhält man einen breiten Blick auf Gesellschaft, Politik und Wirtschaft. Man löst sich von seiner eigenen österreichischen Befangenheit. Die Bereitschaft andere Denkweisen verstehen zu wollen, zu hinterfragen, aber sie auch zu akzeptieren, schafft eine wunderbare Basis für eine interkulturelle Zusammenarbeit. Plötzlich sieht man die Welt nicht nur aus einem österreichischen, sondern auch von einem globalen Standpunkt aus.

Durch Herausforderungen Selbstbewusstsein schöpfen: Ohne Zweifel ist zu Beginn ein Auslandsaufenthalt keine reine Erleuchtung und nicht immer ist das Kennenlernen anderer Kulturen einfach. Auf sich selbst gestellt, muss man sich großen Herausforderungen stellen: Das beginnt beim Sprechen einer Fremdsprache und geht über das Knüpfen neuer Freundschaften hin bis zur Anpassung an den Modestil. Die Erfahrung alles alleine schaffen zu müssen und zu können bringt aber schlussendlich enormes Selbstbewusstsein. Man ist plötzlich stolz auf sich, geht Dinge mit einer größeren Leichtigkeit an, legt die Angst vorm Scheitern ab und ist Neuem gegenüber offener.


Selbstverständlich ist ein solcher Auslandsaufenthalt mit viel Planung und Organisation verbunden. Allerdings gibt es viele Institutionen, die dir alle Möglichkeiten über Programme im Ausland erklären – egal ob du als Au Pair in die USA willst, als Freiwilligenarbeiter nach Afrika, oder über Farmarbeit und Sommerjobs in amerikanischen Ferienlagern informiert werden willst. Auch bei der Planung wirst du unterstützt, du erhältst umfassende Informationen, die Flüge werden für dich gebucht, VISA organisiert und auch während des Aufenthaltes hast du immer einen Ansprechpartner.

Durch professionelle Hilfe ist es noch einfacher den Sprung ins Ausland zu wagen. In unserer Zeit ist es nämlich wichtig und hilfreich, sich ein eigenes Bild von den globalen Vernetzungen zu machen. Man sollte die Chance, wenn man sie hat, nutzen von anderen Denkweisen zu profitieren und seine Perspektiven zu erweitern. Ein Aufenthalt im Ausland ist auf so vielen Ebenen eine Bereicherung. Durch die Erfahrungen wächst man, eignet sich neues Wissen an und erweitert seinen Horizont. Außerdem ist eine Auslandserfahrung eine gute Zusatzqualifikation für den weiteren beruflichen Lebensweg.


Valerie Auersperg (23), war mit 15 Jahren für ein halbes Jahr Austauschschülerin in den USA. Dieser Aufenthalt hat ihre gesamte Lebenseinstellung und Weltsicht verändert. Danach hat sie Kultur- und Sozialanthropologie studiert und arbeitet seit 2012 als Geschäftsstellenleiterin für AIFS in Wien – eine der größten Agenturen für Auslandsaufenthalte.


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