Berufserfahrung im Ausland sammeln? So punktest du mit deiner Bewerbung auf Englisch!

By Lea B. on 05-10-2016
0 Kommentare | 756 Views

Auf der Suche nach einem Praktikum bist du auf eine neue Herausforderung gestoßen: Du hast den perfekten Praktikumsplatz gefunden – im Ausland. Um dich dafür zu bewerben, musst du natürlich einige Besonderheiten beachten. Die wohl zunächst größte Hürde, um deinem Auslandspraktikum einen Schritt näher zu kommen, ist deine Bewerbung: Und die ist in den allermeisten Fällen auf Englisch. Panik! Eine deutsche Bewerbung ist schon knifflig – und jetzt musst du dich auch noch auf Englisch präsentieren? Doch kein Grund zur Sorge! Es gibt zwar einige Unterschiede zu beachten, die folgende Liste hilft dir aber dabei, diese zu berücksichtigen und somit mit deiner Bewerbung zu punkten. 

1.Informiere dich über die landesüblichen Standards: 

Der wichtigste Punkt vorab – informiere dich darüber, welche Bewerbungsstandards in dem Land, in dem du dich bewerben möchtest, vorliegen. Ein Beispiel: Welches Englisch wird vor Ort gesprochen? Vor allem American und British Englisch unterscheiden sich, sowohl in der Rechtschreibung, als auch bei der Verwendung einzelner Ausdrücke, deutlich voneinander. Der Lebenslauf trägt ebenfalls unterschiedliche Namen: im British English nennt man diesen CV und in American English ist der Resume verbreitet. Außerdem unterscheiden sich auch die verschiedenen Angaben im Lebenslauf, z.B. zu Religion, Alter und Geschlecht, sowie die Anlagen deiner Bewerbung, je nach Land, in dem du dich bewerben möchtest. 


2. Ziel der Bewerbung: 

Das Ziel deiner Bewerbung auf Englisch gleicht natürlich dem Ziel deiner deutschen Bewerbung: Du willst von dir überzeugen und dich innerhalb deiner Bewerbung möglichst positiv präsentieren. Gleiches Ziel bedeutet aber nicht direkt gleicher Inhalt – mit einer einfachen Übersetzung ist es nicht getan. Du solltest also unbedingt darauf achten, auf was es bei der Bewerbung im jeweiligen Land ankommt und dich an diese Vorgaben halten. 


3. Der Lebenslauf: 

Der Lebenslauf hat nicht nur unterschiedliche Namen – CV und Resume unterscheiden sich auch in Inhalt und Aufbau deutlich voneinander. Der CV (GB) besteht aus mehreren Seiten und ist chronologisch aufgebaut, ähnelt also dem deutschen Lebenslauf. Er ist nicht spezifisch auf eine Stelle verfasst und beinhaltet eine lückenlose Aufzählung aller Tätigkeiten.
Auch das Resume (USA) wird nicht ausformuliert. Es besteht aus einer anti-chronologischen Aufzählung aller für die Stelle relevanten Angaben. Außerdem beinhaltet es aussagekräftige Schlagworte und setzt den Fokus auf die Highlights der bereits absolvierten Jobs und Praktika - individuell verknüpft mit der Wunschstelle. Beim Resume gilt: Weniger ist mehr! Das Resume sollte nie länger als eine Seite sein. 


4. Das Anschreiben: 

Das Anschreiben heißt im Englischen „Cover Letter“. In den USA wird der Cover Letter im so genannten „Letterformat“ verfasst. Die Länge beträgt, wie auch im Deutschen, etwa eine Seite. Auch der Inhalt ähnelt sich: es bietet sich also an, ausführlich auf folgende Aspekte einzugehen:
• Den Bezug zu dir und dem Unternehmen
• Die Motivation für deine Bewerbung
• Hervorhebung der für die Stelle relevanten Tätigkeiten deines Lebenslaufes
• Präsentiere dich als passenden Kandidaten für die Stelle
• Verweis auf ein persönliches Gespräch 

Achtung: Der Cover Letter für ein Praktikum und das Motivationsschreiben für ein Studium im Ausland unterscheiden sich in vielen Aspekten. Hier müsst ihr darauf achten, für was ihr das Anschreiben benutzen wollt. 


5. Die Anlagen: 

Eine Besonderheit bei der Bewerbung auf Englisch sind die Anlagen. Diese gibt es nämlich eigentlich nicht. Hier werden weder Schul-/Ausbildungszeugnisse, noch Arbeitszeugnisse angehängt. Im Gegenzug dazu wird aber ein hoher Stellenwert auf Referenzen gelegt. Diese werden anhand Referenzpersonen angegeben, welche auf Wunsch kontaktiert werden können. Die Referenzpersonen können ehemalige Chefs oder auch Professoren, Mentoren und Co sein. Diese solltest du unbedingt in deiner Bewerbung angeben, weil eine persönliche Auskunft viel aussagekräftiger ist als Arbeitszeugnisse, die der potenzielle Chef meist noch nicht einmal lesen kann, da sie natürlich auf Deutsch verfasst sind.
Fazit: Eine Bewerbung auf Englisch bringt einiges an individuellen Anforderungen und Unterschieden mit sich, die du bei der Erstellung unbedingt beachten musst. Deswegen ist es, gerade bei englischen Bewerbungen, oft sehr nützlich, sich professionelle Unterstützung zu holen. Die Bewerbungsexperten, englische Muttersprachler, von richtiggutbewerben.de wissen ganz genau, worauf es ankommt und helfen dir bei der Erstellung deiner Bewerbung auf Englisch!

Kommentare

Schreibe den ersten Kommentar.

Kommentar hinzufügen